Mittwoch, 26. Juli 2017

[Rezension] Bad Boys & Little Bitches

Autor: Andreas Götz
Verlag: Oetinger
Format: Hardcover
Seitenzahl: 269
Preis: €14,99
Reihe:
1. [dieses Buch]
2. ?


Inhalt

Lissy, Elif, Finn und Leon sind schon seit Kindestagen befreundet. Sie kennen die jeweils anderen fast so gut wie sich selbst und haben feste gemeinsame Routinen und nicht wirklich Geheimnisse voreinander. Als Vanessa neu an ihre Schule kommt und Teil der Gruppe wird, ändert sich das schlagartig. Sie wirft alles über den Haufen und übernimmt das Kommando. Als die Freunde beschließen, dass ihnen das zu viel wird, bekommt Vanessa davon Wind und plant sofort ihre Rache, denn sie vergisst oder vergibt nie etwas.


Meinung

Die Bewertung dieses Romans fällt mir nicht leicht, weil ein Teil meiner Kritik mit dem Charakter des Buches und der Handlung an sich zusammenhängt und man darauf nicht hätte verzichten können. Das ist vor allem Vanessa, die natürlich kein besonders sympathischer Charakter ist. Durch den Klappentext ist natürlich auch schon vorher klar, worauf die Freundschaft zur Gruppe hinauslaufen wird, aber statt sich einfach von ihnen zu entfernen, baut sie aufwendig verschiedene Szenarien auf, um die anderen später vernichten zu können. Schon das hat mich beim Lesen wirklich wütend gemacht und es fiel mir schwer, längere Zeit am Stück zu lesen.

Es gibt aber auch noch einige Kritikpunkte, die vermeidbar gewesen wären. Zum einen ist das die Tatsache, dass die anderen Charaktere auch jeder ihre Probleme und Schwächen haben. Generell ist das immer gut, da es natürlich realistischer ist als makellose Figuren, die in der Realität nie auftreten würden, aber ich muss sagen, dass vieles, was passiert, ihnen selbst zuzuschreiben ist und bin nicht sicher, ob das vom Autor so gedacht war oder nicht. So oder so, in jedem Fall sorgte das dafür, dass ich nicht mit ihnen mitfühlen konnte.

Außerdem ist das Buch aus der Sicht eines Allwissenden Erzählers geschrieben. Die meiste Zeit über folgt man eher einem wechselnden einzelnen Charakter, aber oft werden auch Geschehnisse allgemein wiedergegeben oder Gedanken von anderen eingebracht. Für mich hat das dazu beigetragen, dass den Großteil des Buches überhaupt keine Spannung vorhanden war. Durch die vielen Einblicke in die Köpfe der anderen wusste man als Leser alles schon vorher und konnte durch die Handlung wenig bis gar nicht überrascht werden.

Das ändert sich zumindest am Ende, als etwas wirklich Unvorhergesehenes passiert und für mich endlich etwas Spannung aufkommen ließ. Die Auflösung fand ich dafür wiederum nicht so gelungen.


Fazit

Ein Buch, das für Fans von Pretty Little Liars empfohlen wird und dieser Aussage würde ich mich anschließen. Wen das generelle Setting der Geschichte mehr anspricht als mich, wird vielleicht auch eher davon überzeugt werden können. Für mich war die Lektüre allerdings nervenaufreibend (nicht auf die positive Art) und anstrengend, während die Geschichte ziemlich vorhersehbar war.
2/5 Punkten

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